Schmiedemuseum Furth

Schmiedemuseum Furth

Die Geschichte einer bereits vergangenen Epoche nochmals hautnah demonstriert.

Im 13. Jahrhundert wurde die Taverne „bei der Pruggn“ in Furth, das heutige Gasthaus Stocker, erstmals erwähnt. Seit damals gab es an dieser wichtigen Straße am Murübergang nach Kärnten bzw. über den Pölshals ins Ennstal auch eine Schmiede, welche für den Transport mit Pferdefuhrwerken eine Notwendigkeit war. Im Lauf der Jahrhunderte gab es zahlreiche Besitzwechsel, wechselten Zeiten des Aufschwungs und Erfolgs mit solchen des Niedergangs.

Kurz vor Ende des 30-jährigen Krieges wurde die Schmiede 1646 von durchziehenden Söldnern überfallen und gebrandschatzt. 1926 kaufte der aus Böhmen zugewanderte Franz Kritz die Huf- und Hackenschmiede, die nach dem 2. Weltkrieg sein Sohn Roman Kritz weiterführte. Durch die zunehmende Motorisierung der Gesellschaft, die auch das Verschwinden von Pferden und Ochsen als Reit-, Zug- und Lasttiere mit sich brachte, konnte die Schmiede jedoch nicht mehr wirtschaftlich geführt werden und wurde 1977 nach jahrelangem Sparbetrieb stillgelegt. Schließlich wurde ein Verein der Freunde der Furth- Schmiede gegründet, der es sich zur Aufgabe machte, in Zusammenarbeit mit der Besitzerin Karoline Jetz, einer Schwester von Roman Kritz, die Schmiede vor dem Verfall zu bewahren.

2003 erbte Erich Moscher die Schmiede, die in der Folge in ein schmuckes kleines Schmiedemuseum verwandelt wurde. Unter der Verwaltung von Herbert Ressler gibt es während der Sommermonate für Interessierte an den Wochenenden bzw. gegen Voranmeldung auch unter der Woche die Möglichkeit, in uriger Atmosphäre eine vergangene Zeit zu erleben. Beim Schauschmieden werden traditionelle Gebrauchsgegenstände hergestellt, die Gäste können unter Aufsicht aber auch ihr eigenes Werkstück schmieden und mit nach Hause nehmen. Die Schmiede bietet aber auch ein ideales Ambiente für Ausstellungen und Veranstaltungen. Schon Tradition ist die Adventausstellung am letzten Wochenende vor Adventbeginn mit Kunstausstellungen, Lesung, Zithermusik und dem Verkauf von Adventkränzen und anderem. Auch für Theateraufführungen („Die Bremer Stadtmusikanten“) und Vorträge bietet die Furth-Schmiede einzigartige Möglichkeiten.

Das Schmiedemuseum ist gegen Voranmeldung zu besuchen.

Möglichkeit für Ausstellungen und Veranstaltungen (u.a. jährliche Adventausstellung)


Furth-Schmiede
Furth 7, 8755 St. Peter/Judenburg
Schmiedeverwaltung: Herbert Ressler
Tel.: +43 (0) 664/9830446
Fax: +43 (0) 3572/83684