Unzmarkt-Frauenburg

Marktgemeinde Unzmarkt-Frauenburg

  • Luftaufnahme Unzmarkt-Frauenburg
  • Murradweg
  • Burgruine und Kirche in Unzmarkt-Frauenburg
  • Torbogen in Unzmarkt-Frauenburg

Als westlichste der drei Murgemeinden liegt Unzmarkt-Frauenburg als historischer Marktflecken eingebettet am Fuße der Seetaler Alpen. Die Mur als Lebensader und Verbindungsfluss der „3G – Unzmarkt Frauenburg – St. Georgen ob Judenburg – St. Peter ob Judenburg“ schlängelt sich gemächlich durch die unberührte Aulandschaft. Schon seit alters her hatte die Mur große Bedeutung. Die Eisenwerke um 1900 verhütteten das Eisen von Turrach, das mit Flößen murabwärts transportiert wurde, sie verhalfen dem Ort zu Wohlstand und Ansehen. Heute wird das Wasser der Mur zur modernen und sauberen Stromerzeugung genutzt. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Unzmarkt im Jahre 1311 als „Hundsperch“. Gegründet von den Herren von Liechtenstein, die sich um die Mitte des 13. Jahrhunderts mit der Frauenburg einen standesgemäßen Adelssitz schufen, erlangte Unzmarkt bereits im Jahre 1324 das Marktrecht (Hunczmarcht).

Mächtig thront die Burgruine Frauenburg über dem Murtal und lädt Reisende schon von weitem zum Besuch ein. War die Frauenburg einst Lieblingssitz des Minnesängers Ulrich von Liechtenstein, so ranken sich heute noch viele Sagen um den romantischen Platz, und der gut erhaltene Innenhof gibt Zeugnis einer längst vergangenen Zeit. Ein Hauch Nostalgie fährt mit, wenn die BH-1, die erste Dampflok der österreichisch-ungarischen Monarchie, mit dem Speisewagen, der anno dazumal als Salonwagen Kaiser Franz Josefs diente, vom Bahnhof Unzmarkt muraufwärts dampft und pfaucht. – Doch nur kein Mitleid. Seit knapp 105 Jahren müht sich die Dampflok auf der Strecke Unzmarkt–Tamsweg ab – und Pension ist keine in Sicht.

Die Murtalbahn nimmt in Unzmarkt-Frauenburg ihren Ausgang und schlängelt sich wie ein Zierband an den kurvigen Flusslauf der Mur und an dichte Waldabschnitte. Die Fahrt durch eine wildromantische intakte Naturlandschaft war anno dazumal und ist auch heute noch ein mitreißendes Fahr-Erlebnis. Auf der Murtalbahn kann man auch selbst aktiv werden und sich zum „Amateur-Lokführer“ ausbilden lassen. Für viele geht damit ein Kindheitstraum in Erfüllung, jedenfalls ist es eine von Spaß geprägte außergewöhnliche Urlaubsaktivität. Wem die 23-Tonnen-Dampflok zu behäbig ist und wer lieber auf die Kraft der eigenen Wadln vertraut, für den ist der Murradweg R2 genau das Richtige. Beginnend vom Murursprung in den Hohen Tauern radelt man am R2 über 365 km bis nach Bad Radkersburg, dem südlichsten Punkt der Steiermark. Punktgenau am Murradweg gelegen, bietet Unzmarkt-Frauenburg den Radlern gemütliche Rast und Einkehr.

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